Sie haben gestritten, geschimpft und sich angefahren. Gestritten wurde unter ande-rem um die Höhe des Verkaufspreises, wieviel man für Marketingaktionen ausgeben möchte, wieviel man produzieren möchte, wieviel Personal man einstellen möchte. Geschimpft hat man, weil die Mitstreiter sich nicht der eigenen Meinung anschließen wollte. Angefahren hat man sich, bis man endlich zu einer gemeinsamen Entscheidung kam. Am Ende hat sich das alles aber gelohnt. Die Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Wirtschaftsgymnasiums Nagold hat den Kreisausscheid des Wettbewerbs „Junior Manager Contest“ der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald gewonnen. In diesem Wettbewerb positionieren die Schülergruppen ihr fiktives Unternehmen am Markt, führen es zum Erfolg und das gegen die Uhr und in direkter Konkurrenz zueinander. Die Aufgabenstellung war dabei für alle Teams identisch: Ziel war es, ein innovatives E-Bike-Start-Up am Markt zu positionieren, und zwar gegen die Zeit und in direkter Konkurrenz zueinander. Das Unternehmensplanspiel ist Marktwirtschaft hautnah für die hochmotivierten Jungunternehmer. Die jungen Menschen sollen somit für unternehmerische Tugenden sensibilisiert werden. Die Gruppe der Kaufmännischen Schule Nagold setzte sich dabei nach vier Perioden des Plan-spieles gegen eine Gruppe von Auszubildenden der Rolf Benz AG (zweiter Platz) und weiteren Gruppen von Schülern und Auszubildenden aus dem Kreis Calw durch. Nach den vier Perioden hatten die Wirtschaftsgymnasiasten fast 100.000 (leider nur fiktive) Euro mehr Gewinn als ihre nächsten Verfolger.

Die drei Siegerteams (Bild) qualifizierten sich für das Finale der Wirtschaftsregion Nagold am 25. November bei der Rolf-Benz AG in Nagold. Organisiert wird dieser Wettbewerb von den Landkreisen Calw, Freudenstadt, Enzkreis und der Wirtschafs-förderung Nordschwarzwald. Der Vorentscheid des Kreises Calw fand bei der Firma Veyhl in Zwerenberg statt.